Die Tiroler - Nr. 503

FÜR KONSUMENTEN FREITAG, 6.5.2022 | NR. 503 3 INDENMUNDGELEGT A‘KOMMENTAR Faktor Arbeit muss entlastet werden. Beschäftigte brauchen wieder Perspektiven! von AK-Präsident Erwin Zangerl Egal ob Teuerungswelle, explodierende Wohnkosten, Pandemie- und Kriegsfolgen – auch die Tiroler Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer be nden sich im permanenten Krisenmodus. Die Belastungen werden immer größer, viele verlieren den Anschluss. Der Bund muss deshalb endlich in die Gänge kommen und die Auswirkungen der Krisen abfedern, damit die Menschen wieder eine Perspektive haben und nicht von der Angst, an den Rand der Gesellscha zu dri en, erdrückt werden. Und dazu zählt vor allem, dass der Faktor Arbeit endlich entlastet werden muss! In einem Land, in dem der Faktor Arbeit mit 47% besteuert ist, ist es nämlich extrem schwierig, sich etwas auf die Seite zu legen, geschweige denn, ein bescheidenes Vermögen aufzubauen: Der Großteil des Verdienstes wird wegbesteuert. Das ist nichts anderes als eine staatlich verordnete Geldbescha ungsaktion, bei der die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer die Zeche zahlen. Arbeit muss sich wieder lohnen und man muss von ihr leben können, denn sonst verlieren die Beschäftigten die Perspektive. Es braucht einen sozialen Ausgleich und die Entlastung des Faktors Arbeit. Geld ist genügend da, man muss sich nur die Gewinne der Energieunternehmen anschaue. Allein der Verbund rechnet heuer mit einem Gewinn von 2 Milliarden Euro. Wir dürfen auch nicht vergessen, welche Auswirkungen es auf die Gesellscha hat, wenn die Mitte verloren geht und kein sozialer Ausgleich mehr statt- ndet. Letztlich ist das Vermögen auch in Österreich sehr ungleich verteilt – ein Prozent besitzt die Häl e des Gesamtvermögens. Deshalb braucht es neben der kurzfristigen Bekämpfung der Teuerungswelle auch umfangreiche nachhaltige Reformen, die in Österreich seit Jahrzehnten verschoben werden. Die Menschen brauchen keine Einmalzahlungen, die mehr kosten als sie bringen, sie brauchen schnell nachhaltige Erleichterungen, wie durch die Abschaffung der Kalten Progression. Jede Möglichkeit muss in Betracht gezogen werden, die den Menschen hil , durch diese Krisen zu kommen! erwin.zangerl@ak-tirol.com Damit wird die Reparatur von elektrischen und elektronischen Geräten, die üblicherweise in privaten Haushalten verwendet werden, durch eine bundesweite Förderung in der Höhe von 130 Millionen Euro bis zum Jahr 2026 unterstützt. „Mit dieser Initiative wird eine echte Win-win-win-Situation geschaffen. Erstens können viele kleinere, auf Reparaturen spezialisierte Betriebe auf mehr Geschäft hoffen. Zweitens sparen sich die Kundinnen und Kunden bares Geld. Und drittens wird damit ein Zeichen für mehr Nachhaltigkeit und gegen die Kultur des Wegwerfens gesetzt“, freut sich Franz Jirka, Obmann der Sparte Gewerbe und Handwerk, über den Start des Reparaturbonus. Privatpersonen können den Reparaturbonus für Kostenvoranschläge oder für die Reparatur von Elektro- und Elektronikgeräten auf reparaturbonus.at beantragen und in der Folge bei den auf der Website angeführten Partnerbetrieben einlösen. Pro Bon bekommt der Betrieb maximal 30 Euro für einen Kostenvorschlag beziehungsweise 50 Prozent der förderungsfähigen Brutto-Kosten bis maximal 200 Euro aus den Fördermitteln zurückerstattet. Die Kundeninnen und Kunden zahlen also nur die Differenz aus der eigenen Tasche. „Die Palette der geförderten Produkte ist sehr breit und umfasst fast alle elektrischen und elektronischen Geräte, die von Privatpersonen genutzt werden. Dazu zählen Küchen- und Haushaltsgeräte, Werkzeuge und Gartengeräte, IT- und Kommunikationsgeräte, Unterhaltungselektronik sowie Elektro- und Elektronikgeräte für Freizeit, Sport und Gesundheit. Dabei fallen sowohl elektronische als auch nicht elektronische Bauteile - zum Beispiel das defekte Rad eines Staubsaugers - unter den Reparaturbonus“, weiß Jirka, der hofft, dass möglichst Repariert statt ausrangiert - unter diesem Motto hat das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (kurz BMK) den sogenannten „Reparaturbonus“ initiiert. viele Tirolerinnen und Tiroler den Reparaturbonus nutzen: „Wir haben uns daran gewöhnt, in einer Wegwerfgesellschaft zu leben. Auf Dauer können wir uns das aber in keiner Hinsicht mehr leisten. Reparieren statt ausrangieren ist deswegen ein Gebot der Stunde!“ Der Reparaturbonus soll ein Umdenken bewirken. FOTO: LUISE PFEFFERKORN / PIXELIO.DE Reparieren statt wegwerfen ist ein Gebot der Stunde dietirolerbasics.at Die Tiroler Oft sind die Preise ein Glücksspiel Reisen, buchen oder Shoppen im Netz – die Preisunterschiede können je nach Gerät und Tag sehr unterschiedlich sein, das Bundesland spielt teilweise auch eine Rolle. Es gibt aber keinen besten Zeitpunkt oder bestes Gerät, um auf Shoppingtour zu gehen. Die auf den Endgeräten angezeigten Preise differieren bis zu 128 Prozent. Das zeigt eine AK Analyse bei 30 Preisen mit bis zu 20 verschiedenen Geräten bei fünf Online-Anbietern in sechs Bundesländern. „Bei Online-Buchungen kommt es auf das Endgerät und möglicherweise auch auf das Surfverhalten an“, erklären die KonsumentenschutzExpertinnen und -Experten der AK Tirol:. „Wo sich Konsumentinnen und Konsumenten befinden, spielt nicht so eine große Rolle. Preisvergleiche für Online-Buchungen oder OnlineShopping werden zunehmend schwieriger. Es ist für Konsumentinnen und Konsumenten – und auch für uns Konsumentenschützerinnen und Konsumentenschützer – nicht nachvollziehbar, wovon die unterschiedlichen Preise tatsächlich abhängen.“ Shoppen oder ein Hotel oder einen Flug im Internet buchen – immer öfter kommt es vor, dass die Preise am iPad oder Laptop anders sind als etwa bei einer Buchung übers Handy oder umgekehrt. Achterbahnfahrt bei den Preisen Der AK Test zeigt: Die größte Preisdifferenz gab es am gleichen Tag bei swoodoo.at für einen Flug nach Mallorca – auf 17 Endgeräten (alle Arten) war ein um 128 Prozent höherer Preis angezeigt als auf einem Smartphone (Wien). Bei fluege.de war bei einem Flug nach Larnaca am gleichen Tag auf 13 Laptops und iPads (Wien, Tirol, Salzburg, Niederösterreich, Kärnten) ein um 64 Prozent höherer Preis angezeigt als auf allen sechs Smart- und iPhones (Wien, Tirol, Steiermark, Salzburg). Bei booking.com war am gleichen Tag für ein Hotel in Sardinien auf einem Laptop (Tirol) und iPhone (Salzburg) ein um knapp 34 Prozent teurerer Preis als auf einem Smartphone (Tirol). Was können Konsumenten tun? Preisvergleichs-Plattformen nutzen: Bei Preisvergleichs-Plattformen, zum Beispiel idealo.at oder geizhals.at, zeigen die Anbieter die günstigsten Preise für das Produkt an. Zum Teil erhält man dadurch auch bessere Angebote als über das direkte Aufrufen des Shops. Preise auf Laptop und Handy checken: Preise vergleichen, indem Sie sie mit Ihrem Smartphone als auch Standgerät ansehen. Nicht aufspüren lassen: Sie können in Ihrem Webbrowser festlegen, dass es zu einem Schutz vor Aktivitätenverfolgung kommt, also Blockieren von Tracking. Cookies sowie WebsiteDaten werden somit mit dem Schließen des Fensters automatisch gelöscht. Blockieren Sie auch Cookies von Drittanbietern. Ort „faken“: Preise unterscheiden sich zum Teil dadurch, von wo aus Sie auf eine Website zugreifen. Nutzen Sie einen vertrauenswürdigen VPN-Dienst. Damit können Sie einen anderen Standort als Ihren tatsächlichen auswählen. Das bringt eventuell gute Preise. Wer Flüge online bucht, sollte die Preisentwicklungen genau verfolgen. FOTO: PETRA SCHMIDT / PIXELIO.DE Ingrid, warum hast du denn schon so früh bekanntgegeben, dass du bei der nächsten Wahl nicht mehr kandidierst? Ich glaube, jetzt werden wir in der Regierung gar nichts mehr weiterbringen. Ach Günther, freu dich doch einfach. Die letzten vier Jahre haben wir auch nichts weitergebracht. Jetzt hast du zumindest eine gute Ausrede.

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