Die Tiroler - Nr. 503

WIRTSCHAFT FREITAG, 6.5.2022 | NR. 503 5 Vertrauen in die Justiz? Josef Fritzl, der seine Tochter Jahrzehnte im Keller eingesperrt hatte, mehrere Kinder mit ihr zeugte, die zum Teil auch in Gefangenschaft aufwachsen mussten, soll in die „normale Justizanstalt“ überstellt werden und hat so die Chance, in weiterer Folge freizukommen, weil 3 Gutachter meinen, er sei nicht mehr gefährlich. Ja geht’s noch? Die Bestie, die einer jungen Frau, seiner Tochter, ihr Leben gestohlen hat. Sie immer und immer wieder vergewaltigte. Unvorstellbar, dass man diese Qualen überleben kann. Sie hat wohl auch nur körperlich überlebt, ihre Seele wird wohl tausend Tode gestorben sein. Und der Peiniger kann möglicherweise bald in Freiheit leben. Und da fällt mir gleich ein zweites Beispiel ein, wo ich mich fragte, ob die österreichische Justiz sich wirklich Kritik verbitten kann. Der Fall der 16-Jährigen, die kürzlich in Linz in einem Treppenhaus von einer Gruppe Jugendlicher vergewaltigt wurde, die auf freiem Fuß angezeigt sind, obwohl sie von der Polizei auf frischer Tat ertappt wurden. Aber man braucht wohl die Zelle für die ehemalige Familienministerin, die in Verdacht steht, unerlaubt Geld kassiert zu haben. Verstehen Sie mich nicht falsch, Politiker haben sich gleich an die Gesetze zu halten, wie jeder andere. Aber kann die Schuld eines Vergewaltigers so gering gehalten werden, nur weil er besonders alt bzw. besonders jung ist? Das nützt den Opfern nichts. Und hören wir auf mit dem MeToo Theater, wenn jemand einen Frauenwitz macht oder nicht gendert. Wie muss man sich als Polizeibeamter fühlen, wenn man sich tagtäglich bemüht, sich oft auch in Gefahr bringt, um Recht und Ordnung zu gewährleisten, wenn die Justiz dann alle Arbeit zunichtemacht. Darum halten wir nicht den Mund, wenn die Justiz Fehlentscheidungen trifft. Denn auch Richter sind nur Menschen. Auch sie müssen Kritik aushalten. Starker Partner für nachhaltige Zukunft Raiffeisenlandesbank Tirol setzt auf starke Kundenbindung Konsequent kundenzentriert undwerteorientiert hat dieRLBTirol im Jahr 2021 agiert und damit ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) von 31,1 Millionen Euro (2020: 16,3 Mio. Euro) erwirtschaftet. Die Bilanzsumme des Spitzeninstituts der Raiffeisen-Bankengruppe Tirol steigt auf 10,9Milliarden Euro (2020: 9,4 Milliarden Euro). Inhaltlich setzt die Bank neben derDigitalisierung dieNachhaltigkeit andie Spitze ihrerAgenda. Für die Betriebe und Menschen in Tirol war die RLB Tirol auch im wechselhaften zweiten Pandemiejahr ein Fels in der Brandung, berichtet Reinhard Mayr, Vorstandsvorsitzender der RLB Tirol AG, und ergänzt: „Gemeinsam mit unseren Kundinnen und Kunden haben wir eine starke Performance gezeigt.“ Der Erfolg im Kreditgeschäft attestiert diese Kundennähe: die Ausleihungen der RLB Tirol sind um 6,1 Prozent deutlich über Markt auf 3,34 Milliarden Euro gewachsen. Damit leistete das operative Geschäft einen wesentlichen Beitrag zum EGT in Höhe von 31,1 Millionen Euro (2020: 16,3 MillionenEuro). Die Bilanzsumme ist um 15,6 Prozent auf 10,9 Milliarden Euro gestiegen. Die Kapitalbasis bleibt mit einer harten Kernkapitalquote von 15,5 Prozent (2020: 16,0 Prozent) auf einem hohen Niveau. Digitalisierung für Kundenbindung und Nachhaltigkeit Ein Kernthema bleibt die Digitalisierung und mit ihr die sinnvolle Kombination aus persönlicher Nähe und Online-Services. Dazu Thomas Wass, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der RLB Tirol: „Wir leben die persönliche Nähe und bauen gleichzeitig unser digitales Angebot permanent aus, weil wir damit die Bequemlichkeit für unsere Kundinnen und Kunden steigern.“ Dass Kundinnen und Kunden diesen Kurs schätzen, zeigen 195.000 Userinnen und Usern des Raiffeisen Internetbankings Mein ELBA in Tirol. „Selbstverständlich macht uns die Digitalisierung auch flexibler und wettbewerbsfähiger und wir verknüpfen sie gekonnt mit dem strategischen Thema Nachhaltigkeit – die digitale nachhaltige Wertpapierveranlagung WILL ist dafür ein Beispiel“, so Wass. Als starken Partner für eine nachhaltige Zukunft präsentieren die Vorstände Thomas Wass, Reinhard Mayr und Christof Splechtna (von links) die Raiffeisen-Landesbank Tirol AG mit deren Bilanz 2021. FOTO: FRANZ OSS Pauschale Risikokosten als zusätzliche Vorsorge Ebenso wie Erfolge im Kundengeschäft tragen Sonderfaktoren wie eine nachgeholte Dividende der RBI zum Betriebsergebnis 2021 bei. „Die besondere Ergebnissituation haben wir genützt und uns auf mögliche Nachholeffekte bei Unternehmensinsolvenzen und das weiterhin unsichere makroökonomische Umfeld mit zusätzlichen pauschalen Vorsorgen vorbereitet“, berichtet Vorstandsmitglied Christof Splechtna. Dafür hat die Bank im Jahr 2021 die pauschalen Risikovorsorgen um 16,7 Millionen auf 97,2 Millionen Euro erhöht. Die kundenbezogenen Wertberichtigungen sind aufgrund hoher Kreditqualität gesunken, diese Entwicklung spiegelt sich auch in der historisch niedrigen NPLRatio von 1,4 Prozent (2020: 1,7 Prozent) wider. Nachhaltig stark für Menschen und Region Auch der Blick auf das vorläufige Ergebnis der Raiffeisen-Bankengruppe Tirol zeigt eine kräftige Entwicklung. So erreicht die Bilanzsumme aller Tiroler Raiffeisenbanken und der RLB Tirol gemeinsam einen Wert von 20,6 Milliarden Euro (2020: 18,4 Milliarden Euro), das EGT der Gruppe ist auf 104,1 Millionen Euro gestiegen (2020: 69,1 Millionen Euro). „Es sind die umfassende Servicierung und die Themenführerschaft, über welche die RLB Tirol die Raiffeisen-Bankengruppe Tirol gemäß Mission in eine erfolgreiche Zukunft führt. Auch in den Tiroler Raiffeisenbanken wird Nachhaltigkeit heuer strategisch verankert. Gemeinsam treten wir an, um die Menschen und unsere Region nachhaltig zu fördern und zu entwickeln“, so Reinhard Mayr als Vorstandsvorsitzender der RLB Tirol und Sprecher der Raiffeisen-Bankengruppe Tirol. TIROLERVERSICHERUNG ist erneut Top Arbeitgeberin Zum fünften Mal in Folge kürte das Wirtschaftsmagazin Trend die TIROLER VERSICHERUNG zur Top Arbeitgeberin. Zudem erhielt die Regionalversicherung für ihr Gesundheitsprogramm das BGF-Gütesiegel. Jedes Jahr zeichnet das Wirtschaftsmagazin Trend in Kooperation mit Kununu, Xing und Statista die 300 besten Arbeitgeber Österreichs aus. Für das Ranking wurden insgesamt über 220.000 Bewertungen von Arbeitnehmer*innen aus unterschiedlichen Kanälen erhoben. So wurden mehr als 8.000 Arbeitnehmer*innen gefragt, ob sie ihren Arbeitgeber weiterempfehlen würden. Zusätzlich haben Mitglieder der Karriereplattformen Xing und kununu an einer Online-Befragung teilgenommen, in der sie ihren Arbeitgeber in über 35 Einzelaspekten – wie beispielsweise Familienfreundlichkeit, Arbeitsklima oder Work-Life-Balance – beurteilen konnten. Auch die Arbeitgeberbewertungen auf kununu fließen in die Ergebnisse mit ein. „Wir bieten den unterschiedlichen Talenten Raum, sich zu entwickeln – persönlich wie fachlich. Unsere Organisationsstruktur ist flexibel und richtet sich nach den Menschen – nicht umgekehrt. Das hat sich sehr bewährt“, so der Vorstand der TIROLER, Franz Mair. Das ist nicht die einzige Auszeichnung, die die TIROLER für ihre Qualitäten als Arbeitgeberin verliehen bekommt: Erst kürzlich erhielt sie nun bereits zum zweiten Mal eine der höchsten nationalen Auszeichnungen für betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) verliehen. Das BGF-Gütesiegel bekommt die TIROLER von einer externen Fachjury für ihr ganzheitliches Gesundheitsprogramm „TIROLERisch gsund“ zuerkannt. „Körperliche und psychische Gesundheit sind das Wertvollste, das wir haben. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind jeden Tag für unsere Kund*innen da und bieten bestes Service. Es ist also für uns selbstverständlich, dass wir für ein gesundes und sicheres Arbeitsumfeld sorgen“, so Vorstandsdirektorin Isolde Stieg. Franz Mair und Isolde Stieg, die Vorstände der TIROLER VERSICHERUNG freuen sich über die Auszeichnungen. FOTO TIROLER/ILLMER office@athesia.at • + 43 (0)512/28 29 11 • athesiadruck.com Wir sind zertifiziert nach ISO 12647, FSC® und PEFC™ · Wir sind qualifiziert für klimaneutrales Drucken Bilder, Visionen, Werte

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