Die Tiroler Basics - Nr. 508

Die Tiroler D I E Z E I T UNG F ÜR POL I T I K , WI R T SCHA F T, B I L DUNG , WI SSEN UND MOB I L I TÄT · WWW. BAS I CS -MED I A . AT Die Tiroler BASICS Redaktion: Exlgasse 20, 6020 Innsbruck Mail: redaktion@athesia.at Anzeigen: Tel. 0512 28 29 11-50 Österreichische Post AG, RM19A041900K Athesia Tyrolia Druck GmbH Exlgasse 20, 6020 Innsbruck tirol.wifi.at/341892 Kostenloser Informationsabend: 29.06.22 Abschlüsse sind wichtige Schlüsselqualifikationen. e: isabella.pirnbacher@wktirol.at t: 05 90 90 5-7243 Studium Business & Leadership Excellence B.A., M.A. IHRWOHLFÜHLHOTELAMGARDASEE. ENTSPANNTDENSOMMER GENIESSEN Buchbar auf www.hotelvillacapri.com Hotel Villa Capri, Via Zanardelli n. 172 25083 Gardone Riviera (BS) Tel. +39 0365 21537, E-mail: info@hotelvillacapri.com TOP-ADRESSE TIROL imOutlet Center Brenner SEITE 6 Alle Informationen finden Sie auf: www.outletcenterbrenner.com Markenshops Deckelung gefordert Tiroler Politik muss in den kommenden Wochen handeln Die Menschen brauchen Hilfe und sie brauchen sie jetzt, fordert Tirols ÖGBVorsitzender Philip Wohlgemuth einmal mehr preissenkende Maßnahmen und spricht von einem Teuerungstsunami. Er fordert ein Aussetzen der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel, eine Senkung der Treibstoffsteuern sowie einen Energiepreisdeckel für Haushalte. Zur Finanzierung müsse, wie in Italien, eine Sondersteuer auf Übergewinne eingeführt werden. Die FPÖ-Tirol will den Hebel vor allem im Bereich der Energie ansetzen. „Alarmstufe rot“ herrscht für den Tiroler FPÖ-Landesparteiobmann Markus Abwerzger. Es brauche einen mehrstufigen Plan, damit die Stromversorgung in Tirol durch die Tiwag gesichert ist: „Natürlich braucht es eine sofortige Strompreisdeckelung, die breite Masse der Bevölkerung, wird sich im kommenden Herbst und Winter nämlich den Strom nicht mehr leisten können, davon ist nun auch die Mittelschicht betroffen. Denn die negativen Folgen der unkontrollierten Teuerungswelle treffen fast alle Bevölkerungsschichten.“ ÖVP-Obmann Toni Mattle will im Energiebereich eine Deckelung nicht ausschließen, „man muss aber die Auswirkungen gut prüfen.“ Mattle strebt eine mittel- und langfristige Absicherung an. Er unterstützt deshalb den Vorstoß von WIFO-Chef Gabriel Felbermayr, dass sich die europäischen Staaten zusammenschließen und gemeinsam Gas einkaufen. Aktuell hat er den Eindruck, dass jeder Mitgliedsstaat auf eigene Faust Gas einkauft und damit die Preise künstlich in die Höhe getrieben werden. „Hier ist europäische Solidarität und ein gemeinschaftliches Vorgehen gefragt“, so Mattle. Die Rufe nach einer Energiepreisdeckelung werden immer lauter. FOTO: PIXABAY Eine jüngste Umfrage bestätigte, dass 78 Prozent der Tirolerinnen und Tiroler sich einschränken müssen. Die Vorschläge und Initiativen sind vielfältig, was aber noch fehlt, sind konkrete Taten. Kommt der Energiepreisdeckel, eine Steuersenkung oder ein konkretes Hilfspaket? Die Tiroler Politik ist in der „Sommerpause“ gefordert. Laut jüngster Prognose der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) wird die Inflationsrate für Österreich im Jahr 2022 auf 7,6 Prozent ansteigen, gefolgt von Rückgängen auf 5,0 Prozent im Jahr 2023 und 3,2 Prozent im Jahr 2024. Hohe Rohstoffpreise und die ökonomischen Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine treiben die Inflation 2022 auf einen Jahreswert, der zuletzt während der ersten Rohölkrise in den 1970er Jahren übertroffen wurde. Eine Schwerpunktanalyse der OeNB untersucht Inflationsraten auf Haushaltsebene mit dem Ergebnis, dass die Verteuerung der Energiepreise einzelne Haushalte unterschiedlich stark getroffen hat. Obwohl die Energiepreise 2022 um durchschnittlich knapp 40 Prozent über demVorjahr liegen, sollte sich die Situation auf den Energiemärkten bis zum Jahresende entspannen; unter der Voraussetzung, dass Energieträger aufgrund des Kriegs nicht rationiert werden. Die Inflationsrate für Nahrungsmittel wird in diesem Jahr auf 8,0 Prozent steigen. OeNB: Inflation wird 2023 weniger Foto: freepik/wayhomestudio FREITAG, 15.7.2022 NR. 508 14. JAHRGANG AUFLAGE TIROLWEIT ALLE 14 TAGE NEU 248.000 IE ZEITUNG FÜR POLIT K, WIRTSCHAFT, BILDUNG, WISSEN U D MOBILITÄT • WW .DIETIROLERBASICS.AT

EUREGIO TIROL FREITAG, 15.7.2022 | NR. 508 2 Jugendmotivieren Euregio: Lehrlingsausbildende trafen sich in Innsbruck Die Lehrlingsausbildenden aus Tirol, Südtirol und demTrentino sind in Innsbruck zu ihrem Stammtischtreffen zusammengekommen und haben dabei die Digitalisierung in der Ausbildung in den Blick genommen. Vor kurzem trafen sich Lehrlingsausbildende aus Tirol, Südtirol und dem Trentino zum vorläufig letzten „EuregioAusbilderInnen-Stammtisch“ bei den ÖBBLehrwerkstätten in Innsbruck. Die Plattform für Vernetzung und Erfahrungsaustausch zwischen Ausbildenden, Lehrenden, Vertretenden der Sozialpartner und der Landesverwaltungen war 2020 im Rahmen des Tiroler Euregio-Vorsitzes vom Ausbilderforum Tirol und den Ländern gemeinsam initiiert worden. Qualität steht im Vordergrund Arbeits- und Bildungslandesrätin Beate Palfrader erklärt: „Ein besonders erfolgreicher Weg ist die österreichische Lehrlingsausbildung, die als herausragendes Beispiel für andere Länder dienen kann. Die Qualität dieser Ausbildung hängt maßgeblich von der Qualifikation und dem Engagement der Ausbilderinnen und Ausbilder in den Betrieben ab.“ Digitale Kompetenzen fördern Südtirols Landesrat Philipp Achammer zeigte sich überzeugt, dass „die duale Ausbildung in unseren drei Ländern, in Tirol, Südtirol und im Trentino, die richtige Antwort auf die Herausforderungen des Arbeitsmarktes ist.“ Dieses Ausbildungsmodell vermittle jungen Menschen von Anfang an Praxiserfahrung. „Gut ausgebildete Lehrlinge von heute sind qualifizierte Fachkräfte von morgen. In allen berufsorientierten Fächern, die in der Arbeitswelt eine sogenannte digitale Schlagseite haben, werden in der schulischen Ausbildung auch digitale Kompetenzen gefördert“, betont Landesrat Achammer. Als grundlegend für eine gelingende Lehrlingsausbildung sieht Achammer aber auch die Figur der Ausbildenden im Betrieb, welche vor allem fachliche, aber auch digitale und pädagogische Kompetenzen von den betrieblichen Ausbildenden erfordere. „Im Fokus der Ausbildendentreffen stand die Fachkräfteausbildung junger Menschen und wie diese am besten umgesetzt wird“, sagte Arbeits- und Bildungslandesrätin Beate Palfrader. Auch für die Vizepräsidentin des Tiroler Landtages, Sophia Kircher, ist die Lehre ein Erfolgsmodell: „Sie garantiert den Absolventinnen und Absolventen eine solide Basis und bietet den Fachkräften von morgen vielfältige Karrierechancen.“ Hochwertige und qualitative Ausbildung „Im Rahmen der Euregio ist es wichtig, dass die drei Regionen den Austausch bewährter Verfahren und Vergleiche im Bereich der Ausbildung und insbesondere der dualen Ausbildung fortsetzen. Die Euregio will hier zunehmend eine Vorbildfunktion auf europäischer Ebene übernehmen, um eine noch stärkere Verbindung zwischen Schule und Arbeitsmarkt zu schaffen. Die Zukunft unserer Länder hängt von einer qualitativ hochwertigen Ausbildung ab, die gleichzeitig auf die Bedürfnisse der jungen Menschen und der Wirtschaft eingeht“, betonte der Trentiner Bildungslandesrat Mirko Bisesti in Videozuschaltung. Neben einer Führung durch die ÖBB-Lehrwerkstätten und Präsentationen der Lehrberufe Metalltechnik, Elektrotechnik, Elektronik, Mechatronik und Gleisbautechnik informierte ein Fachvortrag über den Weg zur digitalen Ausbildungsplattform der ÖBB einschließlich Ausbildungsunterlagen und Vernetzungsmöglichkeit. Im Anschluss diskutierten die Fachleute über Digitalisierung in der Lehrlingsausbildung und tauschten sich über die unterschiedlichen Ausbildungssysteme in Tirol, Südtirol und dem Trentino aus. Landesrat Philipp Achammer (Zweiter von links) und Landtagsvizepräsidentin Sophia Kircher (Dritte von links) zeigten sich überzeugt, dass „die duale Ausbildung in unseren drei Ländern, in Tirol, Südtirol und im Trentino, die richtige Antwort auf die Herausforderungen am Arbeitsmarkt ist." FOTO: © LAND TIROL Die Politikverdrossenheit in unserem Land wird immer größer. Diese Unzufriedenheit sollte aber nicht dazu führen, dass die Menschen sich vom politischen Geschehen abwenden. Viel mehr sollte sie zum Anlass genommen werden, besonders aufmerksam hinzusehen. Und sich selbst aktiv einzubringen. Nachdem wir Anfang 2020 vom Ausbruch der Corona-Pandemie überrumpelt wurden, die uns seither nicht loslässt, kam im Februar auch noch der Angriff Russlands auf die Ukraine dazu. Beide hatten und haben extreme Folgen für die Menschen und die Wirtschaft. Unsere Politiker haben die Aufgabe, diese Folgen abzufedern. In den Augen vieler werden sie diesen Aufgaben aber nicht ausreichend gerecht. Hinzu kommt, dass von Seiten der Politik oft schlecht kommuniziert wird und sie selbst eher einen hilflosen Eindruck macht. Das kann frustrierend sein. Aktuelle Umfragen zeigen, dass etwa drei Viertel der Österreicherinnen und Österreicher mit der Arbeit der Bundesregierung unzufrieden sind. Viele wenden sich von der Politik ab und befassen sich lieber mit erfreulicheren Themen, als Tag für Tag die Nachrichten zu lesen und über das politische Geschehen nachzudenken. Diese Reaktion mag zwar verständlich sein, ist aber genau die falsche. In Situationen, in denen heikle und unangenehme Entscheidungen getroffen werden müssen, wäre es nämlich besonders wichtig, dass sich so viele Menschen wie möglich damit auseinandersetzen, anstatt den Kopf in den Sand zu stecken. Eingriffe in persönliche Freiheitsrechte und in den Markt können gerechtfertigt sein, dürfen aber nicht zur Selbstverständlichkeit werden. Wenn Steuergelder achtlos ausgegeben werden, hat das Folgen für künftige Generationen, die diese irgendwann begleichen müssen. Die Energiepolitik von heute prägt das Leben von morgen. Deshalb ist es gerade jetzt wichtig, hinzusehen, zu diskutieren, zu kritisieren oder zu loben. Es darf nicht vergessen werden, dass es immer noch die Wählerinnen und Wähler sind, die entscheiden, wer die Entscheidungen trifft. Und daraus resultiert auch die Verantwortung, nicht aufzugeben, sondern sich aktiv mit der Politik zu befassen und seine Meinung einzubringen. maria.knipswitting@athesia.at ARGE ALP-Länder und Euregio feierten 50-jähriges Bestehen Im Rahmen des Stadtfests Landeck luden die ARGE ALP-Länder sowie die Euregio TirolSüdtirol-Trentino zum gemeinsamen Feiern ein: Das Alpenbündnis ARGE ALP wird dieses Jahr nämlich 50 Jahre alt. Die zehn Mitgliedsländer der ARGE ALP boten mit kulinarischen Schmankerl und musikalischen Einlagen sowie Aufführungen und kulturellen Beiträgen ein buntes Festprogramm für Groß und Klein. Den Festakt zum 50-jährigen Jubiläum eröffneten Tirols Landeshauptmann Günther Platter gemeinsam mit seinen Amtskollegen EuregioPräsident LH Maurizio Fugatti aus dem Trentino, LH Arno Kompatscher aus Südtirol, Regierungsrat Marc Mächler aus St. Gallen, Regierungsrat Christian Rathgeb aus Graubünden und Untersekretär Alan Christian Rizzi aus der Lombardei. „Mit dem Fest feiern wir im Rahmen der Tiroler Präsidentschaft das runde Jubiläum der ARGE ALP. Das Ziel dieses Alpenbündnisses, das vor 50 Jahren auf Initiative von Eduard Wallnöfer gegründet wurde, war von Beginn an die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen den Alpenländern. Denn Fakt ist: Gemeinsame Herausforderungen – beispielsweise der Transit- oder Naturereignisse – sowie Chancen – Stichwort Digitalisierung und Klimaschutz – machen an Staatsgrenzen nicht Halt. Umso wichtiger ist es, auf Bündnisse einzugehen und diese mit Ideen und Maßnahmen zu befüllen. Heute blicken wir mit Stolz auf eine lebendige Gemeinschaft und viele gemeinsam gesetzte Schritte, die die Alpenländer in eine nachhaltige und lebenswerte Zukunft tragen sollen“, betonte Landeshauptmann Platter. „Das diesjährige Euregio-Fest reiht sich in die Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen der ARGE ALP ein und erinnert uns daran, wie die Fähigkeit zusammenzustehen, zwischen verschiedenen Gebieten mit ihren unterschiedlichen Eigenheiten und Merkmalen, in einen Mehrwert für die Bürgerinnen und Bürger umgewandelt werden kann. Die vielen kulturellen Beiträge, die die Länder der ARGE ALP repräsentieren, haben uns dies heute am eigenen Leib erfahren lassen. Der Weg, den wir mit der Euregio und der ARGE ALP einschlagen wollen, ist genau dieser: Nämlich die vielen Energien und Ideen, die in den verschiedenen Ländern entstehen, bündeln, um sie in ein gemeinsames Erbe zu verwandeln und den Zusammenhalt zu stärken“, sagte Euregio-Präsident Landeshauptmann Fugatti. Das Stadtfest Landeck stand dieses Jahr ganz im Zeichen der Arge Alp und der Euregio Tirol-SüdtirolTrentino. FOTO: LAND TIROL/DIE FOTOGRAFEN (2) Dazu gab es kulinarische Schmankerln aus den Alpenländern. KOMMENTAR

FÜR KONSUMENTEN FREITAG, 15.7.2022 | NR. 508 3 INDENMUNDGELEGT Zeckengefahr im Sommer FSME-Impfung empfohlen, Vorsicht bei Borreliose Im Hochsommer sollte bei Aktivitäten im Freien die Zeckengefahr nicht unterschätzt werden. Wer im Sommer im Freien unterwegs ist, läuft Gefahr, von einer Zecke gebissen zu werden. Die Bisse sind nicht nur unangenehm, Zecken sind auch Überträger von Krankheiten. Eine davon ist FSME – Frühsommermeningoenzephalitis – eine Art von Gehirnhautentzündung. Gegen diese Krankheit kann man sich impfen lassen. Gefährlich ist auch Borreliose, die allerdings antibiotisch behandelt werden kann, wenn man sie früh genug erkennt. Zahlreiche FSME-Fälle in Tirol Seit 2009 wurden 309 FMSE-Fälle in Tirol registriert, acht davon im ersten Halbjahr 2022. Damit wurden in Tirol die zweitmeisten Fälle in ganz Österreich registriert. Lediglich in Oberösterreich wurden mehr FSME-Fälle gemeldet. „Zecken finden in der Tiroler Natur mit ihren vielen Wiesen, Wäldern und Feldern einen optimalen Lebensraum und wurden bereits bis 1.600 Meter Seehöhe nachgewiesen. Entsprechend viele Zeckenbisse gibt es bei uns“, so die Tiroler Landesgesundheitsdirektorin Theresa Geley. Die maximal sechs Millimeter großen Tiere halten sich in Bodennähe, an Grashalmen oder auf Totholz auf und werden bei Kontakt mit Menschen oder Tieren „abgestreift“. So gelangen sie auf die Haut. Die Zecken suchen sich meist geschützte Hautstellen, um zu vermeiden, während des mehrere Tage andauernden Blutsaugens, gestört bzw. entfernt zu werden. Impfung bietet Schutz Gegen den Ausbruch von FSME schützt man sich durch die FSME-Impfung. Die Grundimmunisierung besteht aus drei Impfungen – nach drei Jahren wird dann mit einer weiteren Impfung aufgefrischt. Im Anschluss sollte im Abstand von fünf Jahren jeweils eine Auffrischung erfolgen. Ab dem 60. Lebensjahr wird die Auffrischung alle drei Jahre empfohlen. „Die Impfung bietet einen sehr hohen Schutz, nicht an dieser teilweise sehr schwerwiegend verlaufenden Krankheit zu leiden“, so die Gesundheitsdirektorin. Die Dauer vom Zeckenstich bis zum Ausbrechen der FSME-Erkrankung (Inkubationszeit) schwankt zwischen wenigen Tagen und einem Monat. Die Krankheit verläuft typischerweise in zwei Phasen: In der ersten Phase treten grippeartige Symptome wie Fieber, Kopfweh und Gliederschmerzen auf. Bei etwa einem Drittel der Erkrankten kommt es nach einem symptomfreien Intervall von etwa einer Woche zur zweiten Phase, in der die Krankheit auf das zentrale Nervensystem übergreift. Nicht-geimpfte Personen können an der Gehirnentzündung oder Gehirnhautentzündung schwer erkranken, was zu bleibenden Beeinträchtigungen wie Lähmungen, Epilepsie, Gleichgewichtsstörungen oder zum Tod führen kann. Bei Zeckenbiss: Rasch handeln und beobachten Grundsätzlich wird empfohlen, sich durch das Tragen von langer Kleidung und mit geeigneten Insektenschutzmitteln gegen Zecken zu schützen und sich im Frühling, Sommer und Herbst regelmäßig nach einem Aufenthalt im Freien auf Zecken zu untersuchen – auch die Kopfhaut darf dabei nicht vergessen werden. Wird eine Zecke entdeckt, so sollte diese so schnell wie möglich entfernt werden. Nachdem die Zecke entfernt wurde, sollte die Einstichstelle beobachtet werden – bildet sich innerhalb von circa 30 Tagen ein roter Infektionsring (die sogenannte Wanderröte) kann das ein Anzeichen von beginnender Borreliose sein. Es ist jedenfalls ein Arzt/eine Ärztin aufzusuchen. Borreliose ist die zweite Krankheit, die häufig durch Zecken übertragen wird. Gegen sie gibt es keine Impfung. Eine rechtzeitige Verabreichung von Antibiotika ist notwendig, um die Borreliose zu bekämpfen. Die FSME-Impfung ist in der Apotheke erhältlich und wird vom behandelnden Hausarzt/ von der behandelnden Hausärztin verabreicht. Auch bei zahlreichen Betriebsärzten/-ärztinnen wird die Impfung angeboten. Von Seiten der Krankenversicherungsträger werden Zuschüsse in unterschiedlicher Höhe gewährt. Zecken können FSME oder Borreliose übertragen. FOTO: PIXABAY Zeckenbisse sollten nach dem Entfernen der Zecke beobachtet werden. FOTO: PIXABAY A‘KOMMENTAR Sozialstaat steht vor größter Herausforderung: der Armut! von AK-Präsident Erwin Zangerl Leider fehlen aktuelle Zahlen, die die Folgen von Pandemie und UkraineKrise miteinrechnen, doch auch jene letzten Zahlen aus dem Jahr 2020 sind besorgniserregend. Schon damals waren in Österreich knapp über 1,5 Millionen Menschen armuts- oder ausgrenzungsgefährdet. Man braucht kein Prophet zu sein, um zu wissen, dass diese Zahlen in den letzten 18 Monaten gestiegen sind. Die AK Tirol hat schon lange vor den Krisenjahren gewarnt, dass das Problem der Armut verkannt wird, denn es ist folgenschwer. Armut schließt vom Leben aus, gefährdet die Gesundheit, ermöglicht keine adäquate Ausbildung und sie gefährdet in ihrer extremsten Form den sozialen Frieden. Diesen Menschen, die o trotz Vollzeitarbeit kein Auskommen mehr nden, und die sich o aus Scham keine Hilfe suchen, müssen wir eine Perspektive geben, denn es werden immer mehr. Dieser Trend wird sich in den kommenden Jahren nicht von allein umkehren, deshalb müssen wir das Problem dringend lösen. Von Seiten der Bundesregierung wurde ohne Zweifel viel Geld in die Hand genommen, um die Teuerungswelle abzuschwächen, allerdings müssen jetzt nachhaltige und strukturelle Reformen folgen. Einmalzahlungen und Almosen-Boni werden die Teuerung nämlich nicht bremsen. Dabei könnte die Teuerungsspirale Österreich in eine schwierige Situation bringen, wenn nämlich ein immer größerer Teil der Bevölkerung sich das tägliche Leben nicht mehr leisten kann. Experten gehen jetzt schon davon aus, dass uns die Teuerung und eine hohe In ation noch länger erhalten bleiben werden, deshalb müssen jetzt nicht nur Sofortmaßnahmen getro en werden, sondern vor allem Maßnahmen, um den Armen in diesem Land zu helfen und um Hundertausende davor zu bewahren, in die Armut abzugleiten. Dazu zählt auch, dass jene, die von der Krise pro tieren – vor allem seit dem russischen Überfall auf die Ukraine – ihren Beitrag leisten müssen, damit jenen geholfen werden kann, die sich das Leben kaum noch leisten können. Der Sozialstaat wirkt, doch steht er vor seiner größten Herausforderung: der immer stärker werdenden Armut! erwin.zangerl@ak-tirol.com Michael Pardeller, Tel. +43 59660 364, wirtschaft@b -tirol.at Neues Kursprogramm NEU: Fortbildungsprogramm für Sozial- und Pflegeberufe Mehr als 30 Themenbereiche Start ab September 2022 Gernot Schafferer, Tel. +43 59660 814, it@b -tirol.at, www.b .tirol Neues Kursprogramm NEU: Diplomlehrgang zum_zur zertifizierten Social Media Manager_in Start online am 28. September 2022 Melanie Andres-Juen, Tel. +43 59660 332, technik@b -tirol.at Neues Kursprogramm NEU: Lehrgang Interior Design Tauchen Sie ein in die Welt der Innenraumgestaltung! Start am 21. Oktober 2022 Wenn ich Landeshauptmann werde, kann ich Tirol endlich in Tirol*in umbenennen. Wenn ich Landeshauptmann bin, kann ich endlich auch ein paar nette Posten verteilen. Wenn ich Landeshauptmann bin, kann ich der Pam endlich beweisen, dass ich es doch drauf habe. Wenn ich nicht mehr Landeshauptmann bin, kann ich endlich wieder das machen, was ich will.

ERFOLGSGESCHICHTE FREITAG, 15.7.2022 | NR. 508 4 75 Jahre IV-Tirol – Seite an Seite mit denTiroler Industriebetrieben Erfolgszahlen: 40.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und 90 Prozent Exportquote Rund 200 Gäste fanden sich imCongresspark Igls ein, um„75 Jahre IV-Tirol“ zu feiern. Unternehmer, Führungspersönlichkeiten der Tiroler Industrie, Politiker sowie Vertreter des öffentlichen Lebens trafen sich, umeinen langen gemeinsamenWeg - eine Erfolgsgeschichte - zuwürdigen. Christoph Swarovski, Präsident der Industriellenvereinigung Tirol, sprach beim Festakt einen großen Dank für die Treue zur Interessenvertretung aus, die seit der Gründung bis heute von denMitgliedern gelebt werde. Bedeutung der Industrie mehr anerkennen, diese Forderung stellte IV-Präsident Christoph Swarovski in den Mittelpunkt seiner Festrede. Die Steuerleistung der Tiroler Industrie betrug im Jahr 2019 rund 2,9 Milliarden, wie eine aktuelle Studie des Wirtschaftsforschungsinstitutes Eco Austria ergeben hat. Das ist die Hälfte des Jahresbudgets des Landes Tirol. Für Präsident Swarovski wird die Bedeutung der Tiroler Industrie im Land Tirol nicht immer und von allen ausreichend wahrgenommen. „Wir wünschen uns als Wirtschaftssektor mit dem höchsten Anteil an der Wertschöpfung in Tirol mehr Gehör und jene Anerkennung, die dem Stellenwert der Industrie gerecht wird“, stellte Swarovski fest. Mattle: Industrie ist zentrale Säule der Tiroler Wirtschaft Für Wirtschaftslandesrat Anton Mattle ist die Industrie eine zentrale Säule der Tiroler Wirtschaft, wichtiger Treiber für Technologie und Innovation, verlässlicher und sicherer Arbeitgeber, hochqualitativer Ausbildner, wichtiger Bewahrer des Wohlstandes und nicht zuletzt auch starker Partner des Landes in Zukunftsfragen. „Ich gratuliere der Industriellenvereinigung Tirol als starke Interessenvertretung zu ihrem 75-jährigen Jubiläum recht herzlich. Ich danke als Wirtschaftslandesrat für die stets offene und ehrliche Kommunikation gepaart mit hoher Fachkompetenz und freue mich auf die weitere gemeinsame Zusammenarbeit zum Wohle unseres Wirtschaftsstandortes“, so Wirtschaftslandesrat Anton Mattle. Im Gründungsjahr 1947 beschäftigte die Tiroler Industrie immerhin bereits 18.000 Mitarbeiter, die einen Produktionswert von 315 Millionen Schilling erwirtschaftete, wovon 80 Millionen in den Export gingen. Heute arbeiten weit über 40.000 Menschen in der Industrie und der Exportanteil liegt über 90 Prozent. Als Erfolgsfaktor der Industrie sieht Präsident Swarovski das Zusammenwirken von weitblickenden und innovativen Unternehmen und fleißigen und loyalen Mitarbeitern. Swarovski: „Der Industrie und den zahlreichen familiengeführten Mitgliedsbetrieben ist und war die Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern immer mindestens so wichtig wie der Unternehmenserfolg selbst. Die Verantwortung gegenüber dem Mitarbeiter ist in Tirol mehr als ein Schlagwort.“ Verantwortungsvolle Interessenvertretung Die IV-Tirol wurde 1947 in einer Zeit großer Unsicherheit gegründet und auch heute, 75 Jahre später, stehen wir wieder vor großen Herausforderungen, in einemUmfeld geprägt von großer Unsicherheit. Präsident Swarovski erinnerte daran, dass die Industriellenvereinigung im Land und im Bund die Interessen immer auf der Grundlage von Daten und Fakten vertrete und brachte das Selbstverständnis der IV-Tirol so auf den Punkt: „Es ist wichtig, als Interessenvertretung der Industrie niemals als laut und polternd aufzutreten, sondern immer gemäßigt mit vernünftigen Argumenten zu überzeugen.“ Als Industriellenvereinigung-Tirol heiße es, zusammenzustehen, die Interessen gemeinsam zu vertreten und das Beste aus allen Gegebenheiten zu machen. So, wie es in den letzten 75 Jahren immer passiert sei. Festakt 75 Jahre IV-Tirol (von links): Geschäftsführer Eugen Stark, IV-Tirol -Präsident Christoph Swarovski, Georg Knill, Präsident der IV-Österreich, Ehrenpräsident Reinhard Schretter und Wirtschaftslandesrat Anton Mattle. FOTOS: © FRISCHAUF/IV-TIROL Auch Besuch aus Südtirol (von links): Direktor UVS-Südtirol Josef Negri, ORF Tirol-Landesdirektorin Esther Mitterstieler, der langjährige UVS-Präsident Christof Oberrauch, Industriesprecherin und Landtagsabgeordnete Patrizia Zoller-Frischauf und Michl Ebner, Präsident Handelskammer Südtirol. Landeshauptmannstellvertreter Josef Anton Mayr (ab 1947) Fritz Heiß (1969 bis 1984) Martin Huter (1984 bis 1992) Arthur Thöni (1992 bis 2000) Heinrich Scherfler (2000 bis 2002) Oswald Mayr (2002 bis 2008) Reinhard Schretter (2008 bis 2016) Christoph Swarovski (seit 2016) Ehrungen Ehrenpräsident: Dr. Reinhard Schretter erhielt als sichtbares Zeichen für besondere Verdienste um die IV eine Anstecknadel mit dem IV-Logo in Gold und die Verleihungsurkunde. Ehrenzeichen: Dr. Werner Ritter erhielt als sichtbares Zeichen für besondere Verdienste um die IV eine Anstecknadel mit dem IV-Logo in Bronze und die Verleihungsurkunde. Die IV-Präsidenten & Ehrungen Die Ehrenurkunden wurden an folgende Persönlichketen übereicht: Andreas Lechleitner (Alpina Druck), Josef Draxl (Menü Mobil), Andreas Altmann (IKB), Johannes Thurner (Fiegl & Spielberger) Christof Splechtna (RLB) Markus Dax (STEKA) und Bernward Pichl (Pichl Medaillen) IV Tirol-Präsident Christoph Swarovski (links) und IV Österreich-Präsident Georg Knill (rechts) zeichneten Werner Ritter mit der Ehrenurkunde und Reinhard Schretter (im Bild mit Frau Doris) zum Ehrenpräsidenten aus.

WIRTSCHAFT FREITAG, 15.7.2022 | NR. 508 5 Droge Macht Wir leben in einer Zeit voller Herausforderungen. Aber die Oppositionsparteien sind damit beschäftigt, Regierungsparteien zu beschuldigen und anzuschütten. Dass die Menschen das Vertrauen verlieren, darf einen nicht wundern. Denn irgendwas bleibt immer hängen, auch wenn die meisten Anschuldigungen wohl falsch sind. Es ist notwendig und richtig, Fehler und vermutete Korruption aufzuzeigen und zu untersuchen. Aber ehrlich und nicht um Schlagzeilen zu bekommen, die die eigene Sichtbarkeit durch die Medien verstärkt. Denn viele Oppositionspolitiker brauchen nach den nächsten Wahlen wieder ein Mandat, weil sie keinen Brotberuf haben, der sie ernährt. Manche haben wohl auch einfach eine gestörte Persönlichkeit, wenn man ihnen so zuhört. Es ist nur logisch, dass viele ehrlich und hart arbeitende Spitzenpolitiker das Handtuch werfen. Und es ist in den wenigsten Fällen das Alter, das sie in die Pension, manche auch ins Burnout treibt. Denn Politik ist ihr Leben. 24-Stunden Erreichbarkeit ihre Normalität. Sie haben oft Jahrzehnte Familien und Freunde vernachlässigt, denn sie fühlten sich verantwortlich für alle Menschen in ihrem Land. Da mag sich da und dort eine gewisse Überheblichkeit im Tun eingeschlichen haben. Das soll man auch sachlich aufzeigen. Die Menschen würden sich so mehr für Politik interessieren und der Effekt wäre somit für alle besser. Es wird wohl immer schwerer, geeignete Personen für ein politisches Amt zu finden, weil sich das kaum noch jemand antut, wäre da nicht die Droge Macht. Das heißt, dass sich die Wahllisten auch diesmal füllen werden. Ist nur die Frage, ob sie mit geeigneten Personen gefüllt sein werden, die imstande sind, in dieser entscheidenden Zeit richtig zu handeln. Die Pandemie hat uns nicht wachgerüttelt und zu den richtigen Prioritäten geführt, sondern viele Menschen psychisch so belastet, dass sich eher Missgunst und aggressive Verhaltensweisen verstärkt haben. Es ist allen, die in dieser Zeit Verantwortung übernehmen, Glück zu wünschen. Denn von ihrem richtigen Handeln hängt viel für uns alle ab. Forderemehr Rücksicht Große Herausforderungen für die Finanzbranche Aufschlussreiche Einblicke in die derzeitige Finanzmarktlage gab es vor kurzem imRahmen eines Spartentreffens der Banken und Versicherungen Westösterreichs in der Tiroler Wirtschaftskammer. Gottried Haber, OeNB-Vizegouverneur, Aufsichtsrat der Finanzmarktaufsicht (FMA) und Mitglied des Finanzmarktstabilitätsgremiums (FMSG), zeigte einerseits aktuelle Entwicklungen in Sachen Zinsen und Inflation auf. Andererseits griff er in seinem Vortrag das Thema nachhaltige Immobilienkreditvergabe auf, das gerade in den westlichen Bundesländern von großer Brisanz ist und im Anschluss entsprechend intensiv diskutiert wurde. Eine weitere Herausforderung für die Finanzbranche und die Gesellschaft insgesamt stellen künftig die ESG-Kriterien (environmental, social, governance) dar. Als Gastgeber freute sich der Obmann der Tiroler Sparte Bank und Versicherung, Hans Unterdorfer, über eine gelungene, informative Veranstaltung, die von der OeNB West in Zusammenarbeit mit der Sparte organisiert wurde. „Es ist eine Win-win-Situation, wenn die Beaufsichtigten und die Aufsicht eine gute Zusammenarbeit pflegen. Deshalb schätzen wir es sehr, dass Vizegouverneur Haber und andere hochrangige Vertreter der Aufsicht regelmäßig für einen konstruktiven Austausch in den Bundesländern zur Verfügung stehen“, so Unterdorfer. In seiner Funktion als oberster Interessensvertreter der Tiroler Banken schloss er dem aber auch den Wunsch nach etwas mehr Proportionalität und Rücksicht auf lokale Gegebenheiten in der Regulierung und der Beaufsichtigung der heimischen Banken an. Hans Unterdorfer, Obmann der Sparte Bank und Versicherung (rechts) und Armin Schneider, Direktor der OeNB West (links), freuten sich, OeNB-Vizegouverneur Gottfried Haber als Gastredner in der Tiroler Wirtschaftskammer begrüßen zu können. FOTO: WK TIROL Großer Innovationsgeist Seit 2021 verfolgt das Land Tirol eine umfassende Wirtschafts- und Innovationsstrategie Weltweit tätige Industriebetriebe, tausende Klein- und Mittelbetriebe und innovative Köpfe in zahlreichen Start-Ups: Diese Vielfalt prägt den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Tirol. „Darauf können wir stolz sein: Wir haben in Tirol ein vielseitiges Unternehmertum, das sich vor allem durch die Digitalisierung am heimischen und am internationalen Markt weiter positioniert. Das soll weiterhin gefördert werden, denn wenn Tiroler Unternehmen erfolgreich sind, profitiert die gesamte Bevölkerung vom Wohlstand und Fortschritt. Von Familienunternehmerinnen und Familienunternehmern bis hin zu innovativen Kleinbetrieben sollen alle in Tirol einen fruchtbaren Boden für Tradition, Innovationen und digitalen Fortschritt finden“, erklärt Wirtschafts- und Digitalisierungslandesrat Anton Mattle und verweist beispielhaft auf die Innsbrucker Kommunikationsagentur COMM.AG, welche er im Rahmen eines Betriebsbesuchs kürzlich besichtigt hat. LRMattle: „Die COMM.AG ist eines von vielen Beispielen in Tirol, das zeigt, wie innovative Denkansätze erfolgreich in die Praxis umgesetzt werden können.“ FOTO: © LAND TIROL/KREPPER „Die COMM.AG ist eines von vielen Beispielen in Tirol, das zeigt, wie innovative Denkansätze erfolgreich in die Praxis umgesetzt werden können“, sagt LRMattle und gratuliert demUnternehmen zur kürzlich vom European Real Estate Brand Institute aus Berlin überreichten Auszeichnung als „Stärkste Kommunikationsagentur Österreichs der Immobilienbranche“. 150 Millionen für Breitbandund Digitalisierungsoffensive Zudem wird im Rahmen der Breitband- und Digitalisierungsoffensive des Landes die Tiroler Wirtschaft in Form von Beratungen und Förderungen von innovativen Digitalisierungsprojekten unterstützt. Allein im Vorjahr haben rund 170 Tiroler Unternehmen von den Förderprogrammen des Landes sowie dem umfassenden Ausbau von Breitbandnetzen in Tirol profitiert. „Durch die Breitband- und Digitalisierungsoffensive, im Rahmen derer bis zum Jahr 2023 insgesamt rund 150 Millionen Euro investiert werden, unterstützt das Land Tirol die Tiroler Bevölkerung und die Tiroler Wirtschaft durch den flächendeckenden Ausbau von zukunftsfähigen Breitbandnetzen und Glasfaseranschlüssen. Denn nur wenn die Rahmenbedingungen passen, bleibt Tirol weiterhin ein starker und attraktiver Standort für Wirtschaft und Industrie“, sagt LR Mattle und verweist in diesem Zusammenhang auf die Wirtschafts- und Innovationsstrategie des Landes. Innovation trifft Kommunikation Im Rahmen des Betriebsbesuchs bei der COMM.AG und Gründer Heinz Wolf sowie seinem dreiköpfigen Führungsteam Michael Flörl, Hauke Staschen und Florian Schlosser, nutzte LR Mattle einmal mehr die Gelegenheit, Input aus der Praxis für die weitere Arbeit mitzunehmen: „Im Arbeitsprozess setzt die Agentur vor allem auf wissenschaftliche Ansätze wie die sogenannten Megatrends der Trend- und Zukunftsforschung. Von der Beratung über die Kampagnenentwicklung bis hin zu fotorealistischen 3D-Visualisierungen werden Leistungen direkt imHaus realisiert. Das wäre ohne Digitalisierung nicht möglich und zeigt eindrucksvoll, wie durch Digitalisierung und Unternehmergeist in Tirol Arbeitsplätze geschaffen und gesichert werden.“ „Wir freuen uns sehr, dass unsere Arbeit geschätzt wird. In unseren Projekten im Immobilienbereich, aber auch in allen anderen Bereichen, ist für uns der Blick in die Zukunft enorm wichtig. Die Digitalisierung spielt dabei eine essenzielle Rolle und deshalb freut es uns umso mehr, unsere Ideen und Perspektiven teilen zu können“, sagt Gründer Heinz Wolf. Eine lang gewünschte Gesetzesnovelle im Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetz (WGG) ist jetzt in Kraft. Darin wurde eine Spekulationsfrist für Eigentumswohnungen, welche von gemeinnützigen Bauträgern errichtet wurden, eingeführt. Das bedeutet, dass fünfzehn Jahre ab Vertragsabschluss ein Vorkaufsrecht zugunsten der Bauvereinigung im Grundbuch einzutragen ist. Ein Verkauf in diesem Zeitraum ist nur eingeschränkt und unter bestimmten Voraussetzungen möglich. „Die gemeinnützigen Bauträger Tirols haben diese Forderung wiederholt in Wien deponiert“, erklärt dazu GBV-Obmann Franz Mariacher: „Nun ist es endlich gelungen, auch mit entsprechendem Rückenwind durch die Tiroler Landesregierung, diese längst fällige Reglementierung einzuführen.“ Gemeinnützige begrüßen Spekulationsbremse

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Ich bin, wie ich bin! Anton Mattle: Ich suche unbürokratische, praktikable, aber auch innovative Lösungen Geschlossenheit und Entschlossenheit –Mit unglaublicher „Power“ startet Spitzenkandidat Anton Mattle nachdemÖVPTirol-Landesparteitag inAlpbach indenLandtagswahlkampf. „Ichhöremir genau die Probleme und Sorgen der Tirolerinnen und Tiroler an“, verspricht Mattle. VON BERNHARD LIENSBERGER Ein leider sehr trauriges Ereignis hat Sie als Bürgermeister von Galtür international bekannt gemacht. Wie sehr haben diese schweren Tage sie geprägt und welche Erinnerung tragen sie bis heute in Ihrem Herzen mit? Anton Mattle: 31 Todesopfer in meiner Heimatgemeinde, tagelang waren wir damals in Galtür eingeschlossen – so eine Jahrhunderttragödie hat unser Dorf, aber selbstverständlich auch mich selbst geprägt. Bis heute pflege ich engen Kontakt zu einigen Familien der Hinterbliebenen. Damals habe ich gelernt, dass man als Krisenmanager auch in schwierigsten Situationen Ruhe und einen kühlen Kopf bewahren muss. Ich habe aber auch gelernt, dass keine Krise gleich ist, aber an überstandenen Krisen wächst man auch selbst. Sie sind als sehr besonnener, fachorientierter Politiker bekannt. Werden sie diese Linie jetzt als Spitzenkandidat der ÖVP-Tirol ändern? Mattle: Ich bin, wie ich bin. Mir ist es wichtig, zuzuhören, ausgleichend zu wirken, aber auch zu entscheiden und umzusetzen. Es gibt aber auch bestimmte Themen – wie etwa die Energiewende oder der Umgang mit Großraubtieren – da braucht es eine klare Linie. Wie sehen sie sich selbst: Einzelkämpfer oder Teamplayer? Mattle: Definitiv Teamplayer. Der Rückzug von Landeshauptmann Günther Platter kam doch sehr schnell und überraschend. Als er sie mit der Frage der Nachfolge konfrontierte: Was war Ihre erste Reaktion? Mattle: Zuerst hat es mir ehrlich gesagt den Boden unter den Füßen weggezogen. Nach reiflichem Überlegen und vielen Gesprächen habe ich zugesagt und freue mich nun, als Spitzenkandidat für die Tiroler Volkspartei in die Landtagswahl zu gehen. Vor allem, weil ich sehr viel Rückhalt verspüre und meine Familie hinter mir steht. Mit wem haben sie sich über diesen Schritt beraten und was war letztlich ausschlaggebend, dass sie „Ja“ zur Kandidatur gesagt haben? Mattle: Am ersten Tag nach der Frage von Günther Platter habe ich mit niemandem darüber gesprochen. Ich musste für mich selbst Antworten auf wesentliche Fragen finden. Dann folgten die Gespräche mit meiner Frau und meinen erwachsenen Kindern. Dass meine Familie hinter mir steht, hilft mir ungemein. Ausschlaggebend für das „Ja“ war aber schon die Möglichkeit und der Wille, mein Tirol führend mitgestalten zu dürfen. Die Opposition hat sie unter anderem als „Polit-Zwilling“ Platters bezeichnet. Sind sie das? Mattle: Mich verbindet viel mit Günther Platter. Aber er war jetzt fast 40 Jahre Vollzeitpolitiker, ich habe 30 Jahre lang als Unternehmer im Paznaun gearbeitet. Durch die Erfahrungen aus der Wirtschaft lege ich viel Wert auf unbürokratische, praktikable, aber auch innovative Lösungen. Politik muss das Leben der Menschen besser und leichter machen, nicht schwieriger und komplizierter. Dieser Ansatz prägt mein politisches Selbstverständnis. Die Zeit bis zum Wahltag im September ist kurz. Wie wollen sie die Tirolerinnen und Tiroler überzeugen, dass diese für sie bzw. für die ÖVP Tirol stimmen? Mattle: Ich versuche mit so vielen Tirolerinnen und Tirolern wie möglich ins persönliche Gespräch zu kommen, damit sie ein klares Bild davon bekommen, wohin ich das Land führen will und welche Positionen ich vertrete. Die Meinungsumfragen für ihre Partei sind momentan alles andere als ermutigend. Bereitet ihnen das schlaflose Nächte? Mattle: Natürlich haben mich die Umfragen nicht gefreut, aber in erster Linie ist es für mich und mein Team vor allem Motivation und Ansporn, uns ab jetzt schrittweise nach oben zu arbeiten und die Menschen davon zu überzeugen, dass Tirol mit mir an der Spitze eine erfolgreiche Zukunft vor sich hat. Welche Fehler hat die ÖVP gemacht, dass diese Werte so bescheiden sind? Mattle: Dass die Situation auf Bundesebene keine einfache ist, steht außer Frage. Ich lasse mich davon aber nicht beirren. Die Tirolerinnen und Tiroler unterscheiden ganz klar zwischen Gemeinde-, Landes- und Bundesebene. Ich stehe für ein christlich-soziales Wertefundament, für verbindliche und ausgleichende Politik und orientiere mich ausschließlich an den Bedürfnissen der Tirolerinnen und Tiroler. Wenn sie eine Prioritätenliste erstellen. Welche Themen für Tirol stehen an erster Stelle? Mattle: Zuerst geht es um die alltäglichen Probleme und Sorgen der Menschen. Diese stehen an erster Stelle und hier gilt es, täglich an Verbesserungen für die Bevölkerung zu arbeiten. Bei den Zukunftsthemen stehen für mich die Energiewende und die Digitalisierung ganz oben auf der Liste. Von einem zukünftigen Koalitionspartner erwarte ich mir deshalb auch Kraft tanken – Anton Mattle stellt sich den herausfordernden Zeiten. FOTO: © TIROLER VOLKSPARTEI, FISCHLER ein klares Bekenntnis zum Ausbau der Wasserkraft und der Photovoltaik im Land, damit Tirol energieautonom wird. Ukraine-Krieg, Corona, Klimawandel, Flüchtlingswellen – Wie nachdenklich stimmen sie diese Entwicklungen? Mattle: Ich mache mir definitiv Sorgen. Wir alle stehen vor großen Herausforderungen, die wir nur gemeinsam meistern können. Aber ich bin keiner, der sich davon entmutigen lässt. Im Gegenteil: Tirol hat beispielsweise alle Möglichkeiten, um rasch unabhängiger und damit krisenresistenter zu werden. Wir haben ein riesiges ungenutztes Potenzial an erneuerbaren Energieträgern, eine leistungsfähige Landwirtschaft und eine starke, vielfältige Wirtschaft. Diese Stärken müssen wir nutzen. Wie hoch haben sie sich die Latte für die Landtagswahl im September gelegt, sprich welches Resultat sehen sie realistisch für ihre Partei? Mattle: Die Prognosen der jüngsten Umfragen möchte ich auf jeden Fall übertreffen, um einen klaren Gestaltungsauftrag zu haben. Dafür arbeite ich bis zum 25. September jeden Tag mit aller Kraft. Anton Mattle: Ich bin ein Teamplayer. Tirol führend mitgestalten – dieses Ziel verfolgt der ehemalige Bürgermeister von Galtür. INTERVIEW FREITAG, 15.7.2022 | NR. 508 7

MARKTMIX FREITAG, 15.7.2022 | NR. 508 8 Für 4 Personen TIPP # Als Beilage passen Gurken-, Rohnen- oder Rettichsalat. DieTiroler Kochen mit viereinhalb Zutaten 75 unkomplizierte Gerichte für eilige Feinschmecker Heinrich Gasteiger, Gerhard Wieser, Helmut Bachmann ISBN: 978-88-6839-549-0 Hardcover, 192 Seiten, 22 Euro erschienen im Athesia-Tappeiner Verlag Forellentatar mit Avocado, Dill & Limetten-Mayonnaise 1. Forellen let mit einem Messer fein hacken. 2. Mit Olivenöl und Dillspitzen vermengen und mit rosa Pfe er und Salz würzen. 3. Avocados schälen, entkernen und das Frucht eisch in große Würfel schneiden. Mit etwas Salz, 1 EL Limettensa , Olivenöl und fein geriebenem Ingwer marinieren. 4. Mayonnaise mit 1 Msp. Limettenschale und 2 EL Limettensa vermischen. 5. Forellentatar auf Teller geben, mit Avocado, LimettenMayonnaise und Dill garniert servieren. Forellen let (ohne Haut und Gräten), 400 g Mayonnaise 4EL Limetten 2 Stück Avocados 2 Stück Dillspitzen Ingwer, 1 TL Rosa Pfeffer, zerdrückt Schnell und einfach muss es in der rasanten Zeit von heute für die meisten auch in der Küche gehen. Am besten funktioniert das mit wenigen Zutaten und unkomplizierten Rezepten. Jetzt die Chance ergreifen! Die IVB stellen neue MitarbeiterInnen ein, wobei am dringendsten BewerberInnen für den gewerblichen Bereich und für den Fahrdienst gesucht werden. Wer sich also für eine offene Stelle interessiert, sollte jetzt die Chance ergreifen und sich bewerben! Interessiert? Nähere Infos zu allen offenen Stellen gibt’s auf ivb-jobs.at Für Beratung, Information oder telefonische Auskünfte steht Ihnen die Abteilung Personal unter T +43 512 5307-0 oder unter personal@ivb.at zur Verfügung. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung! Welche Stellen gibt es im Unternehmen? Wir haben ein sehr breites Spektrum an Stellen im Angebot und sind in vielen Bereichen auf der Suche nach engagierten Angestellten. Wir können derzeit zehn neue Busfahrer und Busfahrerinnen im Haus aufnehmen. Mindestanforderung ist der Besitz des B-Führerscheins von mindestens drei Jahren und Sprachkenntnisse auf dem Level B1. Darüber hinaus suchen wir MitarbeiterInnen im gewerblichen Bereich der Elektrotechnik und dem Gleisbau, für die Betreuung des IT-Systems und im Bereich KFZ-Technik. Weiters können wir Stellen in der Betriebselektrik, Facility Management und Bautechnik besetzen. Worauf legen Sie bei Ihren MitarbeiterInnen wert? Die Faktoren Engagement und Motivation sind wichtige Punkte. Entsprechend unseres Leitbildes legen wir viel Wert auf einen resInterview mit Frau Mag.a Dr.in Haidacher – Personalleitung bei den Innsbrucker Verkehrsbetrieben und Stubaitalbahn GmbH pektvollen sowie wertschätzenden Umgang. Wir arbeiten in starken Teamstrukturen zusammen und brauchen daher Menschen die neugierig sind, die über den Tellerrand hinausschauen und die sich auch extern vernetzen können und kooperieren. Ich sage immer, das Grundhandwerkszeug bringt jeder Bewerber und jede Bewerberin mit, aber die sozialen Faktoren und das Miteinander sind ausschlaggebend. Die Lehrlingsausbildung wird bei den IVB großgeschrieben. Was bietet Ihr Unternehmen jungen BerufseinsteigerInnen? Wir haben derzeit 16 Lehrlinge in verschiedenen Berufsfeldern. Wir bieten mehr als die in Österreich standardisierte duale Lehrlingsausbildung, bestehend aus Berufsschule und Betrieb. Wir haben vor fast 15 Jahren ein drittes Standbein angeknüp – die triale Schiene, wo es um die Begleitung der Persönlichkeitsentwicklung der jungen Kollegen und Kolleginnen geht. Wir o erieren persönliches Coaching, inhaltliche Workshops, Kommunikationstraining, Kon iktbewältigung und Teamtrainings. Uns ist es besonders wichtig, dass wir parallel dazu auch ein Trainer- und Trainerinnenprogramm für die Ausbildenden anbieten, denn sie sind der Schlüssel zum Erfolg für den hohen Qualitätsstandard unserer Lehrlingsausbildung. Der Klimawandel ist in aller Munde. Wie sind Sie als Unternehmen darauf vorbereitet? Uns betri der Klimawandel in Hinblick auf die Reduktion der Co2-Emissionen. Die IVB ist bereits in den Vorbereitungen, den öffentlichen Personenverkehr aus der Verbrennungstechnologie, hin zur Dekarbonisierung mit Elektromobilität zu führen. Dieses ema stellt eine enorme Herausforderung für unser Unternehmen dar, weil es viele Veränderungen in allen Bereichen bedeutet. Der Wandel betri auch die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Wir sind deshalb auf der Suche nach Arbeitskrä en aus dem Bereich der Elektrotechnik, um entsprechend gerüstet zu sein. Es ist eine spannende Zeit für unsere Branche und eine wichtige Aufgabe diesen Technologie-Switch mitzutragen. Stichwort Energiewirtscha : welche neuen beru ichen Felder entstehen durch die Dekarbonisierung bei den IVB? Ein Berufsfeld, das sich völlig neu aufstellen wird, ist das der KFZ-Technik. Wir be nden uns schon in enger Zusammenarbeit mit den Entscheidungsträgern der Tiroler Wirtscha skammer und der Innung, um dieses Feld um den Bereich der Elektromobilität zu erweitern. Auch der Bereich Fahrstromversorgung, der derzeit sehr stark auf den Bahnbetrieb fokussiert ist, muss sich für das Bereitstellen einer neuen Ladeinfrastruktur für die Elektrobusse umstrukturieren. Es bedarf neuer Quali kationen und Kenntnisse, die für die Zukun der IVB dringend gebraucht werden. Wir bewegen die Stadt FOTO: IVB/BERGER Mobilität an 365 Tagen im Jahr – rund um die Uhr. Jeden Tag bringen wir unsere Fahrgäste zuverlässig und pünktlich an ihr Ziel. Um ihren Aufenthalt in unseren Fahrzeugen so angenehm wie möglich zu gestalten, halten wir sie gewissenha in Schuss und das geht nur mit tollen MitarbeiterInnen. MEDIEN I H R A U F G A B E N G E B I E T ! Eigenständige redaktionelle Planung und Medienarbeit für regelmäßig erscheinende Print-Medien ! Durchführung von ExpertInnen-Interviews ! Teilnahme an fachrelevanten Presseterminen + Nachberichterstattung ! Enger Austausch mit der Geschäftsleitung + Zusammenarbeit mit interner Graŕk sowie Produktionsteam ! Recherche von relevanten und aktuellen Themen I H R P R O F I L ! Abgeschlossene Ausbildung im Bereich Journalismus, Publizistik, Medien und/oder mehrjährige Erfahrung in der redaktionellen Arbeit ! Versierter Umgang mit moderner Medientechnik ! Hohes Interesse an chronikalen Themen ! Ausgezeichnete Deutschkenntnisse (Rechtschreibung + Grammatik) ! Flexible Persönlichkeit mit selbständiger, genauer und organisierter Arbeitsweise ! Hands-on Mentalität · Teamfähigkeit · Stressresistenz U N S E R A N G E B O T Einsatzort: Innsbruck Arbeitszeiten und Verdienst: Vollzeit, Einstiegsgehalt: ab € 2.600,– brutto im Monat, eine Überzahlung ist je nach Qualiŕkation möglich. Nutzen Sie diese Chance und senden uns noch heute Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen per Mail an die Geschäftsleitung: Herrn Mag. Thomas Degasperi, thomas.degasperi@athesia.at. Wir suchen für unsere Print-Medien im Zuge der weiteren Unternehmens- entwicklung zum ehestmöglichen Eintritt eine/n tatkräftige/n, engagierte/n und vielseitige/n Redakteur/in (m/w/d) Kommunikation ist Ihre Passion? Dann haben wir den richtigen Job für Sie! ATHESIA Tyrolia Druck GmbH · 6020 Innsbruck · Exlgasse 20 Mag. Thomas Degasperi · Geschäftsleitung Medien

BILDUNG FREITAG, 15.7.2022 | NR. 508 9 Digitale Pionierinnen Erste Generation der „Digital Pioneers“ feiert Abschluss Erste Absolventinnen des BFI-Projekts „Digital Pioneers“ erhalten ihr Abschlusszertifikat. Das Projekt unterstützt junge Frauen beimEinstieg in digitale Berufsfelder. Nach zehnmonatiger Laufzeit mit Theorie und Praxis haben die acht Teilnehmerinnen des BFI-Programms „Digital Pioneers“ in Tirol am 07. Juli 2022 das Abschlusszertifikat überreicht bekommen. Einsteig in Zukunftsberufe Digitale Kompetenzen sind in fast allen Berufen und Branchen nachgefragt, gleichzeitig sind besonders Frauen in technischen Berufen unterrepräsentiert. Ziel von „Digital Pioneers – Dein freiwilliges digitales Jahr“ ist es deshalb, junge Frauen in technischen Berufen und unterschiedlichen Bereichen der Digitalisierung zu fördern und ihnen die Attraktivität eines Karrierewegs im technischen Bereich zu vermitteln: Neun junge Frauen bekamen in Tirol bei „Digital Pioneers“ daher die Möglichkeit, an einem zweistufigen Modul – bestehend aus acht Wochen Ausbildung und acht Monaten Praxis in einem Unternehmen – teilzunehmen. Diese Ausbildung haben sie nun abgeschlossen. Digitale Kompetenzen aneignen „Digital Pioneers – Dein freiwilliges digitales Jahr“ wurde von der Plattform Industrie 4.0 Österreich gemeinsam mit der Bundesarbeitskammer initiiert. Das Projekt wird in Kooperation mit dem BFI Oberösterreich, dem BFI Tirol und dem Digital Campus Vorarlberg gerade im ersten Piloten in drei Bundesländern Tirol, Vorarlberg und Oberösterreich umgesetzt, welcher durch das Zukunftsprogramm der Bundesarbeitskammer finanziert wird. In den acht Wochen ihrer Ausbildung haben die jungen Pionierinnen anhand von Projektchallenges Kursinhalte wie Einblick in digitale Berufe, Programmierkenntnisse, Entwicklung und Umsetzung innovativer Geschäftsprozesse, Präsentationsfähigkeiten, Social Skills gelernt und hatten gleichzeitig auch die Aufgabe, diese in den Challenges umzusetzen. Berufspraxis in namhaften Unternehmen Die jungen Frauen sind in unterschiedlichen Unternehmen tätig und konnten das Gelernte weiter in der Praxis einsetzen und daneben auch viele andere Bereiche der Unternehmen kennenlernen. Ihr Einsatz ist dabei vielfältig: Ob UX/UI-Design, Business Analyse, Softwareentwicklung, Online-Marketing, E-Commerce, Corporate Development, Produktentwicklung, Informationssysteme oder andere Digitalbereiche – Erfahrungen in zukunftsweisenden Arbeitsgebieten sind gesichert. (v.l.) Othmar Tamerl, GF BFI Tirol, Klaus Purner, Vorstandsvorsitzender Berufsförderungsinstitut Tirol (Anmerkung: Trägerverein), BFI Tirol Abteilungsleiter Daniel Scheiber und Projektkoordinatorin Alexandra Sponring (ganz rechts) mit den Pionierinnen. FOTO: BFI TIROL Die Pionierinnen erhielten ihre Abschlusszertifikate im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung. FOTO: BFI TIROL Luna Agency Factor P8 MCI Standortagentur SFS 3CON BFI Tirol Diese Unternehmen haben eine „Digitale Pionierin“ aufgenommen MED-EL Medical Electronics | Fürstenweg a, Innsbruck | Austria Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung über jobs.medel.com MED-EL ist ein weltweit führender Hersteller von Hörimplantat-Systemen und ermöglicht Menschen, das Leben wieder zu hören. Zur Verstärkung unseres Teams suchen wir aktuell: Assistant, Implant Traceability (m/w/d) CSD_ Assistant, Produktionslogistik (m/w/d) M _ Gruppenleiter Stellvertreter, Implantatfertigung (m/w/d) M _ Human Resources Specialist (m/w/d) HR_ Produktionsmitarbeiter Implantatfertigung (m/w/d) M _ Produktionsmitarbeiter Elektronik (m/w/d) M AS_ Service Technician (m/w/d) M SR_ Technician, Manufacturing Support (m/w/d) M AS_ Gehalt abhängig von beruflicher Qualifikation und Erfahrung. Details siehe Ausschreibungen unter jobs.medel.com. Kostenlose Lernbegleitung in den Sommerferien Das BFI Tirol bietet mit Unterstützung von AK und Land Tirol kostenlose und tirolweite Lernbegleitung in vielen Hauptfächern an! Schülerinnen und Schüler ab der 5. Schulstufe, die ihr Wissen aufpolieren möchten, sind bei der Lernbegleitung beim BFI Tirol an der richtigen Adresse. Dank Unterstützung von Land und AK Tirol ist die Teilnahme kostenlos. Lernbegleitung im August Die Lernbegleitung im Rahmen der Sommerschule Plus ist die ideale Vorbereitung für das kommende Schuljahr sowie auf Wiederholungsprüfungen. Von 1. bis 26. August können bis zu 2 Fächer mit oder ohne Mittagessen gebucht werden, jeweils Mo bis Fr von 9 bis 11 und/oder 11 bis 13 Uhr: Deutsch, Englisch, Mathe, Latein, Italienisch, Französisch und Rechnungswesen. Anmeldung: https:// sommerschule.ak-tirol.com Lernbegleitung intensiv! Von 29. August bis 9. September gibt es ganztägig Lernbegleitung intensiv in Deutsch, Mathe und Englisch (weitere Fächer auf Anfrage möglich). Diese Kurse nden von Mo bis Fr von 9 bis 12 und von 13 bis 16 Uhr statt. Betreute Pause von 12 bis 13 Uhr (optional mit Mittagessen). Anmeldung: lernbegleitung@b -tirol.at Kursorte & Info Pädagogische Hochschule Tirol, Pastorstraße 7, Innsbruck oder in den BFI-Bezirksstellen. Weitere Infos unter 0512/59660.

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